Okami Ryu Bujutsu

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Okami Ryu Bujutsu

Zuerst muss man unterscheiden zwischen Bujutsu (Kriegskunst), Budo (Kriegsweg ) und Kakugi (Kampfsport). Aus Bujutsu der Kriegskunst sind Budo und Kakugi entstanden, aber was sind die Unterschiede?
Bujutsu ist aus der Idee heraus entstanden sich erfolgreich gegen den Feind zu behaupten oder sich gegen diesen zu verteidigen, ob jetzt bewaffnet oder unbewaffnet.
Bujutsu ist somit eine praktisch ausgelegte Anwendung verschiedener Techniken, die das Ziel haben den Gegner schnell und effektiv auszuschalten, deshalb macht Bujutsu im Bereich der Techniklehre nur Sinn in Form von Partnertraining  oder gezieltes Schlagtraining an Schlagpölster oder Sandsäcken, etc. .
Budo der Weg des Krieges ist eher als Kunstform  zu bezeichnen, das soll nicht heißen das es nicht effektiv ist, jedoch wird in dieser Form der Kampfkunst mehr Wert auf Kata (Kampfschablonen) gelegt, als auf gezieltes Partnertraining, natürlich gibt es auch Ausnahmen, jedoch sind die Budo Formen im Vergleich zu ihren Ursprüngen den Bujutsu Formen sehr abgeschwächt.
Als Beispiel dienen Jujutsu (Judo), Aikijutsu (Aikido), Iaijutsu (Iaido), usw.

Als Japan vom Westen eingenommen, und so der Kriegerstand der Shogun und Samurai aufgelöst wurde, wurde dem japanischen Volk auch die Ausübung der Bujutsu verboten, somit auch der Zweikampf in jeglicher Form.
Um jedoch das Aussterben der Kriegskunst zu verhindern, wurden entweder die Lehren im Untergrund gelehrt wie z.b. im Ninjutsu, oder sie verloren den kriegerischen Aspekt und wurden mehr spirituell angesiedelt.
Da der Zweikampf unter Strafe untersagt wurde, haben die jeweiligen Meister sogenannte Kata entwickelt, Kampfschablonen die zusammen ein Kompendium aller Techniken bilden, die die jeweilige Ryu (Schule,Stil) hatte.
Im Westen jedoch wird dies oft mißverstanden und mit stoischem auswendig lernen verwechselt, wenn man sich in Japan die Vorträger der Kata ansieht, erkennt man den Gegner und dessen Abwehr.
Kata sind jedoch nicht zum Kampf oder zur Verteidigung zu gebrauchen, da es jede Konfrontation nur einmal gibt, und das ständige auswendig lernen diverser Kombinationen wird letztendlich den Geist nur in die Irre führen.

Zu guter Letzt haben wir noch Kakugi den Wettkampf, diesen findet man z.b. in Judo ,Kendo ,Karate do um ein paar zu nennen.
Auch da gibt es immens viele Unterschiede, jedoch möchte ich mich hier kurz halten, und auf das World Wide Web oder gute Literatur hinweisen die all das sicher besser erläutern können als ich es in kurzer Textform.

Okami ryu bujutsu ist ein Hybrid zwischen Bujutsu und Budo sowie aber auch neuzeitlichen Wegen sofern man das schreiben kann denn das Rad erfindet man nicht neu. Jedoch wird in Okami ryu auf schnelle,effektive Techniken gesetzt die man in jeder Selbstverteidigungssituation nutzen kann, dafür wurden Techniken aus dem Sortiment genommen die eher der Schönheit dienen, ebenso die Kampfschablonen (Kata). Die Techniken ob jetzt Taihenjutsu, Jutaijutsu, Dakentaijutsu werden in einzelne Module gelehrt und in Beispielen (Angriffssimulationen) diese effektiv zu kombinieren, denn darin liegt die Kunst. Man soll in der Lage sein sämtliche Techniken so zu kombinieren das man damit jede Situation meistert. Das ist der Weg der alten Kriegskunst. Kata wurden rausgenommen da sie zum auswendig lernen verleiten und somit macht das wenig Sinn im Sinne der Selbstverteidigung da nur ein freier Geist im Kampf siegreich sein kann. Kata wurden aus der Situation heraus entwickelt, ein lebendes Buch verschiedener Techniken um diese vom aussterben zu bewahren als die Amerikaner unter Admiral Perry in der Edo Periode den Japanern es untersagt haben zu trainiern oder gar zu kämpfen. Das wird im Westen leider vergessen, darum werden diese Schablonen stoisch auswendig gelernt und verlieren dehalb auch den Geist der damaligen Zeit zumindestens ausserhalb von Japan.

In Okami ryu übt man Jutaijutsu stets mit Partner und Dakentaijutsu zumindestens mit Kontakt und selten in der Luft.
Ein wichtiger Aspekt in Okami ryu ist aber auch die Tradition, die Philosophie und das Wertesystem der Kampkünste. Die Reishiki (Grußzeremonie) ist genauso wichtig wie die Kommandosprache und Fachbegriffe in japansicher Sprache. Ehre und Respekt sind genauso wichtig wie Höflichkeit und Fleiß.
Okami Ryu wurde aus Ninjutsu, Hapkido und Kyokushin entwickelt. Diese drei bilden das Fundament, dazu kommen noch andere Kampfkünste die als Inspirationsquelle dienten.



Okami ryu bujutsu – Training (Keiko)
In Okami ryu werden die Techniken (waza) in Module gelehrt, das heisst es kommen 2 Kombinationen pro Einheit ( 1x Jutaijutsu, 1x Dakentaijutsu) die dann in den Einzelschritten ( irimi,uke waza,kansetsu waza,nage waza,osae komi waza z.b.) trainiert werden,bis die jeweilige Technik als Ganzes ihre Einheit findet. Die wichtigsten Elemente in der effektiven Selbstverteidung sind dem Gegner den Raum nehmen (beim blocken in die Zone des Gegners gleiten), den Gegner das Gleichgewicht brechen (kuzushi) und das alles bis zum fixieren (osae komi waza) flüssiger Natur ist (nagare). Die Gründe warum man beim Blocken des Angriffes in die Zone des Gegners hineingleitet sind folgende:

.) um die Angriffsenergie abzuschwächen, da man diesen nicht am Endpunkt abfängt!    
.) um dem Gegner jeglichen raum zu nehmen und seitlich hinter den Gegner zu gelangen!

Wenn man die jeweilige Gleittechnik (taihenjutsu) sowie Blocktechnik (uke waza – dakentaijutsu) in flüssiger Form beherrscht, geht es weiter zur jeweiligen Hebeltechnik (jutaijutsu) oder Angriffstechnik (dakentaijutsu), diese Module werden dann ebenfalls gemeinsam bis zu einem flüssigen Einklang geübt, wenn die Kombination für den Schüler (deshi) zu schwer ist werden die Module getrennt nach Anweisung geübt bis der Schüler diese Schritte beherrscht. Es folgen dann die jeweilige Wurftechnik (nage waza) und Festhaltetechnik (osae komi waza). Auf die Art werden die Techniken einzeln einstudiert, jedoch gleichzeitig auch in Kombination, und das stets aus der Angriffsdynamik (Trainingsdynamik je nach Fortschritt) des Angriffes hinaus. Eines sei anzumerken, Training entspricht nicht der Realität, jedoch soll das Training auf diese vorbereiten! Diese System der Übung wird in okami ryu in jeglichen Formen angewandt, ob waffenlos oder in der kenjutsu (Schwertkunst) sowie buki waza (traditionelle Waffenkunde).

Genau das macht Okami ryu einzigartig in dieser Trainingsform, und der Erfolg sich verteidigen zu können tritt schnell ein.

Okami ryu bujutsu – Technikelemente

In Okami ryu bujutsu werden die Techniken (waza) nach dem Taijutsu System in folgende Sparten unterteilt.

1.) Taihenjutsu :

Kamae (Stellungen), Shintai (Bewegung), Gleichgewicht, Kitae (Abhärtung)

2.) Ukemi :

Rolltechniken, Falltechniken, Sprungtechniken

3.) Dakentaijutsu :

Suki waza (Stoßtechniken), Uchi waza (Schlagtechniken), Keri waza (Tritttechniken), Uke waza (Abwehrtechniken)

4.) Jutaijutsu :

Kansetsu waza (Hebeltechniken), Nage waza (Würfe), Shime waza (Würgetechniken), etc.

5.) Koppojutsu :   

Verschiedenen Techniken die darauf abzielen Knochen und Gelenke zu schädigen.

6.) Atemi te :

Verschiedene Techniken die Druck und Nervenpunkte sowie Muskulatur angreifen.

 

In diesen Sparten finden sich dann die jeweiligen Techniken die im ganzen dazu benötigt werden eine effektive Selbstverteidigung, aber auch einen effektiven Angriff zu setzen.

Desweiteren gibt es in Okami ryu auch noch traditionelle Waffentechniken wie,Kenjutsu, Tantojutsu, Nunchaku, Tanbo, Sai sowie Kusarigama aber auch Kusarijutsu

Kenjutsu, Tantojutsu, Nunchaku, Tanbo, Sai sowie Kusarigama aber auch Kusarijutsu diese werden in den Kapiteln Kenjutsu – die Schwertkunst und Buki waza – Waffentechniken genauer betrachtet.

Kampfsport

Im Bereich Kampfsport bieten wir unsere eigene Form des Kickboxen an, welches eine Mischung aus Kyokushin, Muay Thai sowie dem klassischen Boxen ist.