Okami Ryu Bujutsu

...feel the spirit of Martial Arts!



Kenjutsu - die Kunst des Schwertes

Kenjutsu ist der Oberbegriff jeglicher Schwerttechniken, mit der Zeit spezialisierten manche Schulen Elemente der Techniken und es wurden diese dann getrennt aufgeführt wie z.b. Iaijutsu oder Battojutsu (Künste des schnellen ziehen und schneiden) gegründet, dessen Ziel es ist aus verschiedenen Winkeln das Schwert schnell zu ziehen in Folge den Gegner schwer zu treffen ohne längere Kämpfe ausfechten zu müssen. Natürlich blieb am Schlachtfeld das Kenjutsu in seiner alten Form erhalten da dort im Vergleich zu einem Zweikampf oder Duell andere Regeln und Kampfstrategien herrschten. Als die Kriege ihr Ende fanden und Japan vom Westen eingenommen wurde, hat man die Kampfkünste noch mehr mit dem ZEN verbunden und aus -jutsu wurde -do der Weg. Aus Iaijutsu wurde Iaido, das Kenjutsu wurde dem Wettkampf angepasst und Kendo genannt also genau das gleiche Prinzip wie die waffenlosen Kampfkünste. Nur wenige Stile blieben in ihrer Kriegskunst erhalten wie das Ninjutsu oder das Akijutsu (aus dem später das Aikido hervorging) oder das Jujutsu (aus diesem wurde das Judo entwickelt). Das Ninjutsu ist aber ein besonderer Fall in den japanischen Kampfkünsten da Ninjutsu eher einer Lebensphilosophie gleicht und es sich nicht um reine Kampfkunst handelt, sondern noch zig andere Elemente enthält wie Überlebenstraining, Taktische Schulen, Spionage, Sprengstoffe, Wurfgeschosse, spezielle Gerätschaften bauen um z.b. ein Hindernis zu überqueren usw. und dann erst kamen die Techniken der Kampfkünste. Aber weiter mit Kenjutsu, in Okami Ryu wird versucht Kenjutsu so zu lehren wie es ursprünglich war, mit viel Partnerübungen und realistischen Ansätzen in punkto Angriffe und Verteidigung, aber natürlich im Sinne der Sicherheit und ohne große Gefahren von Verletzungen. Die Tradition muss aber auch gewahrt bleiben und somit wird in Okami ryu überall das Reishiki (Grußzeremomie), das Dojo kun (Regelwerk) sowie Fachbegriffe in japanischer Sprache gelehrt und respektiert. Die Fachbegriffe beinhalten sämtliche Techniken, Schwertteile und eben Kommandos oder relevante Zeremonietexte.
Die Kampkunst kann nur leben wenn die Philosophie und die Werte respektiert werden!

Im Fachwortverzeichnis finden Sie eine große Auswahl an Fachbegriffen in Deutsch übersetzt und in entsprechenden Unterteilungen katalogisiert!




Nihon to - das japanische Schwert

Keine andere Waffe fasziniert weltweit so viele Menschen wie das Schwert. Nicht nur das es beinahe zeitgleich von verschiedenen Kulturen unabhängig voneinander entwickelt wurde, hat es auch eine fast idente Bauweise in den ersten Entwicklungsstufen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aber die Schmiede- und Handwerkskunst enorm und jede Kultur formte so das Schwert in den verschiedensten Formen und Bauweisen. Ich denke diese Vielfalt ist auch einer der Gründe warum sich viele Menschen so dafür interessieren. Dazu kommt noch der kriegerische Geist der in der menschlichen Psyche fest verankert ist, und bei manchen noch nicht erloschen zu sein scheint. Auch die zahlreichen Legenden damaliger Zeit die sich um die Krieger und auch um so manche Schwerter ranken sind einer der Hauptgründe das ein reges Interesse besteht. Das wohl berühmteste und wichtigste japanische Schwert ist zweifelsohne das Katana. Kein Wunder, galt es doch in damaliger Zeit nicht nur als Statussymbol sondern auch gleichzeitig als Seele des Kriegers (Bushi) der es trug. Auch ranken sich zahllose Legenden über das Katana und sogar deren Schmiede wie zum Beispiel über Masamune und Muramasa um die bekanntesten zu nennen. Obwohl es in Frankreich als Säbel und in der restlichen westlichen Welt als Schwert klassifiziert wird, ist das Katana in seiner einzigartigen Bauart aber eher ein Hybrid zwischen beiden. Der gerade Griff (Tsuka) gleicht der Montierung eines Schwertes und kann einhändig oder beidhändig geführt werden, während die gekrümmte und einschneidige Form der Klinge (To – Kun Lesung) die eines Säbels ähnelt. Das japanische Schwert ist komplett zerlegbar und defekte Teile können so mühelos ersetzt werden. Trotz diverser Unterschiede in der Klingenform, Länge und der individuellen Montierung sind die japanischen Schwerttypen wie das Tachi, Katana, Wakizashi, Shinobigatana und sogar das Tanto in der Konstruktion sowie der Benennung der Schwertteile ident. Im Westen wird To gerne als Schwert übersetzt und manche behaupten sogar die Klinge hätte keinen Namen. To als Schwert zu übersetzen ist aber nur bedingt richtig denn mit To ist in Japan die Klinge gemeint und da es in Japan keinen Sammelbegriff für Schwerter gibt und ein Tanto das ja im Grunde kein Schwert ist grob übersetzt „Kleine Klinge“ heisst ist es nur im Westen üblich das To als „Schwert“ übersetzt wird. Es wird auch nur stets die Klinge angegrüßt, da diese das Herz und die Seele des Schwertes ist währenddessen die Montierung so schön und einzigartig sie auch sein mag austauschbar ist. Wurde die Klinge (To) für längere Zeit aufbewahrt, wurde die komplette Montierung (Koshirae) entfernt und mittels Shirasaya (aus unbehandeltem Holz) aufbewahrt. Die Schwerter werden in Shinken (wahres Schwert) und Iaito (Übungsschwert) unterteilt, und beim Shinken wird zwischen Koto (alt,bis 16 Jhdt) und Shinto (neu,ab 16 Jhdt) unterschieden. Das Nihon-to besteht aus 4 Hauptteilen und diese haben wiederum viele Nebenteile. Am Ende dieses Kapitels habe ich alle Teile zusammengefasst und den Hauptteilen zugeordnet, natürlich in japanischer Sprache samt deutscher Übersetzung. Im Kapitel selbst erkläre ich darum nur die wichtigsten Teile und den Aufbau des Nihon-to. Das Thema über die Schwertfegerei (Schmiedekunst) und die verschiedenen Schmiedearten werde ich nicht näher behandeln, da verweise ich am Ende des Buches auf diverse Fachliteratur die sich diesem Thema angenommen haben. Beginnen wir mit der Schwertmontierung (Koshirae). Diese besteht aus dem Griff (Tsuka), dem Stichblatt (Tsuba) und der Scheide (Saya). Das Hauptteil ist natürlich die Klinge (To), diese wird auch wie oben erwähnt im Begrüßungsritual vor dem Training an- und nach dem Training abgegrüßt.

UNTEN SEHEN SIE DIE GENAUEN BEZEICHNUNGEN DER EINZELNEN SCHWERTTEILE!


Buki waza - Waffentechniken

Die Waffenkünste in Okami ryu beinhalten neben der Kenjutsu noch Nunchaku, Hanbo, Tanto, Sai, Kusarigama, Kyoketsu shoge, Manriki kusari sowie Techniken wie man in Notsituationen Alltagsgegenstände (Schlüsselbund,Stifte,etc.) als Waffen in Selbstverteidigungssituationen zweckentfremden kann um sich gegen stärkere oder bewaffnete Angreifer besser zur Wehr setzen kann.
Wenn der Stift zum Schwert werden kann, sollte man nicht zögern sein Leben damit zu retten!
Die genaueren Erklärungen zu den traditionellen Waffen werde ich auf das Training beschränken, da es weitaus bessere Lektüre gibt als ich es hier zu schreiben vermag, ich habe jedoch zu einigen Waffen Beschreibungen erstellt die ich hier auf meiner Seite gerne teile.